Brandneu bei Netflix und gleich in den Charts: Dieser Sci-Fi-Blockbuster eines Meister-Regisseurs ist voller Stars und ein wilder Ritt

Er schuf Snowpiercer, Okja und zuletzt den oscar-prämierten Parasite: Bong Joon-ho. Für sein neuestes Projekt tat er sich mit einigen Stars in Höchstform zusammen, schnappte sich eine kultige Romanvorlage und eine Grundidee, die herrlich verrückt und doch unfassbar interessant ist.
So entstand das auf dem Roman Mickey7 von Edward Ashton basierende Sci-Fi-Abenteuer Mickey 17. In dem erwartet euch wirklich so ziemlich alles, was man sich nur irgendwie ausdenken kann – und auch ein paar Sachen, bei denen man sich denkt: "Das kann man sich doch nicht ausdenken". Ein wilder Ritt, der seit dem 21. September endlich bei auch bei Netflix verfügbar ist und sich zu 100 Prozent lohnt.
In Mickey 17 ist Robert Pattinsons Mickey bereit, für die Besiedelung eines Planeten zu sterben
Mickey (Robert Pattinson) ist ein wenig naiv. Offen gesagt, ist er wirklich nicht der Hellste. Seine Menschenkenntnis lässt auch zu wünschen übrig. Und so bringt er sich auf der Erde so sehr in Schwierigkeiten, dass ihm nur die Flucht in den Weltraum bleibt.
Um Teil des Kolonialisierungsprojekts auf dem Eisplaneten Niflheim zu werden, meldet er sich für eine ganz spezielle Position an Bord. Er wird zum Expendable, sprich: Er erteilt die Erlaubnis, ihn so oft wie nötig zu klonen. Sollte er bei einer gefährlichen Aufgabe sterben, darf er neu "hergestellt" werden. Also wird er immer nach vorn geschickt, wenn es für "normale" Menschen zu riskant wird.
Eines Tages jedoch geht bei dem üblichen Ablauf nach seinem Ableben etwas gewaltig schief in Sachen Kommunikation – und plötzlich gibt es zwei Mickeys. Mickey 17 und Mickey 18. Und beide stolpern in eine ganze Reihe Komplikationen und Komplotte hinein, mit denen beide so nicht gerechnet hätten.
Mickey 17 bei Netflix ist kompletter Sci-Fi-Irrsinn mit jeder Menge schwarzem Humor und cleverer Kritik
Tatsächlich haben wir es hier endlich einmal wieder mit komplett origineller, fast schon nostalgisch klassisch anmutender Science Fiction zu tun: Hier wird eiskalte Kritik an unserer eigenen Gesellschaft, an der Konsumgesellschaft und Arbeitskultur geübt – verlagert auf einen fremden Planeten, mit Zukunftstechnologien und fremden (unglaublich coolen) Alien-Wesen. Völlig ohne Franchise, ohne Skywalkers.
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Gleichzeitig bringt Joon-Ho Bong aber seine Markenzeichen mit, die alles mit verrückten Bildern, bitterböse schwarzem Humor und abgefahrenen Charakterzeichnungen verpaart. Es bedarf schon einer Regie-Größe wie diesem Oscar-Gewinner, um eine so durchgeknallte Prämisse wie die von Mickey 17 passend umzusetzen. Und er schafft es spielend – mit seiner gewohnten verschrobenen, einzigartigen Perspektive.
Dabei kann er sich glücklicherweise auch auf seine Hauptdarsteller:innen verlassen, die allem den letzten Schliff geben und leidenschaftlich-wahnsinnige Leistungen abliefern. Robert Pattinson ist als mehrere Mickeys ebenso liebenswert, wie dämlich, wie unterhaltsam, wie fesselnd. Mark Ruffalo hat einen Heidenspaß als Trump-Verschnitt und Toni Collette ist furchteinflößend exzentrisch.
Wer sich diese Wundermischung nicht entgehen lassen will, kann Mickey 17 jetzt bei Netflix im Streaming-Abo schauen.
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