Heute im TV: Sci-Fi-Thriller mit genialer Geschichte, der ein viel besseres Original neu aufgelegt hat

RoboCop kommt heute im Fernsehen. Aber leider nicht die ultra-harte, legendäre Originalversion des Films aus den 1980er Jahren, sondern nur die Neuauflage aus dem Jahr 2014. Dieser RoboCop hat sich aber den kolossalen Fehler geleistet, die Message des ursprünglich beißend kritischen Paul Verhoeven-Films zu verwässern.
Wenn ihr euch selbst ein Bild vom neueren RoboCop machen wollt, habt ihr dazu am heutigen Dienstag, dem 22. September die Möglichkeit, und zwar ab 20:15 Uhr bei Nitro. Der Film geht bis 22:35 Uhr und wird am Mittwochabend ab 22:40 Uhr wiederholt. Ihr könnt RoboCop sonst aber auch online bei diesen Anbietern streamen.
Falls ihr die RoboCop-Story nicht kennt: Darum geht's
In der mittlerweile gar nicht mehr so weit entfernten Zukunft des Jahres 2028 versinkt die US-Metropole Detroit in Gewalt und Verbrechen. Da kann es natürlich nur eine Lösung geben, wenn es nach Polizei und Mega-Konzernen geht: mit brutalster Waffengewalt ordentlich aufräumen in den Vierteln, die von armen Menschen bevölkert werden.
Zu diesem Zweck wird kurzerhand der Überrest eines schwer verletzten Polizisten in einen Roboter-Körper verpflanzt. Diese Maschine soll eigentlich weder Gewissen noch Erinnerungen haben und setzt zur vollautomatischen Verbrechensbekämpfung an. Schnell stellen sich allerdings Schwierigkeiten ein – bis die Lage komplett eskaliert.
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Das Sci-Fi-Remake von 2014 begeht einen dramatischen Fehler
Wo das Paul Verhoeven-Original mit seiner extrem harten Gewaltdarstellung deutlich gemacht hat, wo die Probleme der automatisierten Roboter-Verbrechensbekämpfung liegen, bleibt die Neuauflage zahnlos. Wenn hier jemand stirbt, passiert das schnell, vergleichsweise hygienisch und wenig schockierend. Vom brutalen Charakter der unfreiwilligen, nicht kontrollierbaren Tötungsmaschinen bleibt kaum etwas übrig.
Man merkt dem Film außerdem an, dass er ziemlich lange in der Produktionshölle verweilt hat und mehreren Personalwechseln unterzogen war. Nichtsdestotrotz bleibt die Sci-Fi-Message im Kern natürlich dieselbe und zeitlos gut (auch wenn sie mit weniger Nachdruck vermittelt wird). Das Ganze punktet darüber hinaus mit ordentlichen Bildern. Aber wir würden nach Möglichkeit doch immer lieber zum Original greifen.
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